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Im Jahr 2010 wurde der 150. Geburtstag von Gustav Mahler gefeiert. Aus diesem Anlass eröffnete der Musikverein bereits Ende 2009 einen groß angelegten Mahler-Zyklus: Christian Arming, kurzfristig für Michael Boder eingesprungen, und das Grazer Philharmonische Orchester interpretierten die Erste Symphonie Der Titan (30. November/1. Dezember 2009) als „glänzendes Orchester-Schmuckstück“ (Kronenzeitung). |
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Nach der ersten folgte die letzte Symphonie des Komponisten: In memoriam des Musikvereins-Ehrenmitglieds Prof. Ernst Märzendorfer, der zwischen 1968 und 1973 erstmals einen Mahler-Zyklus im Musikverein dirigiert hatte, spielten Bertrand de Billy und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien die berührende Neunte Symphonie (15./16. März 2010). |
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Als eines der ersten Konzerte der Saison 2010/11 erklang Mahlers klanggewaltige Dritte Symphonie, aufgeführt von Aleksandar Markovic, der Brünner Philharmonie, dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, dem Kantiléna Kinderchor und der Mezzosopranistin Dagmar Pecková (18./19. Oktober 2010). Die Siebte Symphonie wurde von Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchestra gespielt (8./9. November 2010). „Das vorzügliche Ensemble begeisterte mit einer ausbalancierten und intelligenten Darbietung“ (Kronenzeitung) und bescherte dem begeisterten Musikvereinspublikum ein Glanzlicht der aktuellen Mahler-Interpretation. |
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Auch 2011 – im 100. Todesjahr des Komponisten – erwiesen zahlreiche Künstler Gustav Mahler eine Reverenz. So waren etwa die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und das Ensemble Amarcord Wien mit ausgewählten Liedern von Mahler zu erleben (Lieder eines fahrenden Gesellen, Werke aus Des Knaben Wunderhorn u.a.) (10. Juni 2011). Johannes Fritzsch, das Grazer Philharmonische Orchester, der Chor und Extrachor der Oper Graz sowie die Solistinnen Gal James (Sopran) und Janina Baechle (Mezzosopran) interpretierten die Symphonie Nr. 2 (Auferstehung) (2./3. Mai 2011), Roman Kofman und das Kiev Chamber Orchestra das Adagietto aus der Fünften Symphonie (13. Mai 2011). |
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In der Spielzeit 2011/12 wurde der Zyklus fortgeführt: Gabriel Feltz und die Stuttgarter Philharmoniker spielten die Sechste Symphonie (Tragische) (5./6. März 2012), Johannes Fritzsch und das Grazer Philharmonische Orchester die Fünfte (7./8. Mai 2012). Christian Arming und das Grazer Philharmonische Orchester präsentierten außerdem Mahlers Fassung von Schumanns Dritter Symphonie (Rheinische) (13./14. Februar 2012). Das Großprojekt, alle Mahler-Symphonien im Grazer Musikverein zur Aufführung zu bringen, ist Generalsekretär Michael Nemeth ein großes Anliegen. Durch erstklassige Interpreten wie Christian Arming, Iván Fischer, Aleksandar Markovic, Johannes Fritzsch oder Bertrand de Billy konnte das Projekt „Mahler im Musikverein“ erfolgreich in die Realität umgesetzt werden.
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